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Giftmüll
Unser Wohlstand steigt immer weiter, das Wirtschaftswachstum ist ungehemmt – dabei wachsen auch die Müllberge. Dieser Müll wird teilweise in Entwicklungsländern entsorgt. Dort macht er die Menschen krank und führt oftmals zur Flucht aus der Heimat.
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In Somalia haben die illegalen Giftmüllablagerungen schwerwiegende Folgen für Mensch und Umwelt. Symbolbild |  Bild (Ausschnitt): © Svedoliver - Dreamstime.com

Giftmüll

In Somalia haben die illegalen Giftmüllablagerungen schwerwiegende Folgen für Mensch und Umwelt. Symbolbild | Bild (Ausschnitt): © Svedoliver - Dreamstime.com

Unser Wohlstand steigt immer weiter, das Wirtschaftswachstum ist ungehemmt – dabei wachsen auch die Müllberge. In der Industrie fallen riesige Mengen an giftigem Müll an, der dementsprechend gelagert und entsorgt werden muss.

Giftmuell Muellentsorgung
Bild: © Lisarivali - Dreamstime.com

Während dazu beispielsweise in Europa strenge Standards eingehalten werden müssen, sind die Kontrollen in Entwicklungsländern oft lax. Deshalb sind die EU und die USA die größten Produzenten und auch die größten Exporteure von Giftmüll. Die Müllindustrie ist ein lukratives Geschäft für Unternehmen, die ihren Müll billig loswerden wollen: Das Entsorgen von Müll in Entwicklungsländern kostet nur etwa 2,50 Dollar je Tonne, während für die gleiche Menge in Europa bis zu 1000 Dollar fällig werden.

giftmuell
Bild: © Americanspirit - dreamstime.com

Für die lokale Bevölkerung in den Entwicklungsländern bedeutet dies gesundheitliche Probleme und den Verlust ihrer Fischgründe. In Somalia entstanden in den 90er Jahren drei riesige Sondermülldeponien, auf denen radioaktiver Giftmüll aus Europa ohne Sicherheitsmaßnahmen eingelagert wurde. Somalia bot sich auch für die Müllverklappung vor seinen Küsten an, da staatliche Kontrolle durch den jahrelangen Bürgerkrieg quasi fehlte. Lizenzen zur Müllverklappung wurden von korrupten Warlords und Regierungsmitgliedern gegen Waffen und Geld eingetauscht. Dabei wurden auch Schiffe mit radioaktiver Ladung vor den Küsten versenkt.

Kurz darauf kam es zu einem massenhaften Fischsterben. Der Müll wurde an Land gespült und Giftstoffe drangen in den Boden und das Grundwasser ein. In Somalia erlitten hunderte Menschen ungewöhnliche Erkrankungen, es kam zu Todesfällen und sogar zu Missbildungen von Neugeborenen.

Die Umwelt wird durch das Deponieren von Giftmüll nachhaltig geschädigt und viele Menschen verlieren ihre Lebensgrundlage. Fischer können ihre Familien nicht mehr ernähren. Die Armut und Perspektivlosigkeit im Land verschärft sich. Die gesundheitliche Situation der Menschen stellt die somalische Volkswirtschaft vor erhebliche Probleme. Die wirtschaftliche Lage Somalias spitzt sich weiter zu.

Somalia und die Giftmüllmafia

Bild: © n.v. -
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