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Südsudan: Lage spitzt sich zu – mehr Menschen denn je auf der Flucht

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  Bild: © United Nations Photo [CC BY-NC-ND 2.0]  - Flickr

Bild: © United Nations Photo [CC BY-NC-ND 2.0] - Flickr

Südsudan: Lage spitzt sich zu – mehr Menschen denn je auf der Flucht

Die humanitäre Situation im Südsudan verschärft sich. Aufgrund der brutalen Gewalt innerhalb der letzten Jahre sind 2 Millionen Südsudanesen Vertriebene im eigenen Land, insgesamt sind 4,5 Millionen Menschen entwurzelt – das entspricht einem Drittel der gesamten Bevölkerung.  Gemeinsam mit dem Hochkommissar für Flüchtlinge Filippo Grandi  ruft der UN-Nothilfekoordinator Mark Lowcock dringend zu Spenden auf. 1) epo: Ein Drittel der Bevölkerung auf der Flucht; Artikel vom 05.02.2018

Das konfliktreiche Land spaltete sich am 11. Juli 2011 vom Sudan ab. Obwohl sich die Unabhängigkeit friedenstiftend und stabilisierend auf die beiden Länder auswirken sollte, brach 2013 ein Krieg aus, der sich nun in einer humanitären Katastrophe zuspitzt. Der frühere Koordinator der UN Mission Peter Schuhmann betrachtet die Abspaltung kritisch. Laut Schuhmann war die Unabhängigkeit ein Konflikttreiber, der vermieden hätte werden können, wenn der Prozess nicht so schnell abgehandelt worden wäre. Der sich daraus entwickelnde Bürgerkrieg wurde durch einen Konflikt zwischen dem südsudanesischen Präsidenten Salva Kiir und dessen damaligen Stellvertreter Riek Machar entfacht. Damit einher gehe auch die südsudanesische Befreiungsbewegung, so Peter Schuhmann.

Seitdem fielen zahlreiche Menschen gewaltsamen Ausschreitungen zum Opfer. 5,5 Millionen sind auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen. Die meisten der Geflüchteten müssen Gewalt, Missbrauch, Vertreibung und Verlust der Lebensgrundlage hinnehmen.  90 Prozent von ihnen sind Frauen und Kinder – viele der Männer wurden ermordet. Der UN-Nothilfekoordinator warnt vor dem Hungertod von Millionen von Menschen. Gleichzeitig befinden sich in dem jüngsten Land der Welt rund 250.000 Geflüchtete, die ebenfalls auf humanitäre Hilfe angewiesen sind. 2) welt: Europas nächste große Flüchtlingskrise entsteht im Südsudan; Artikel vom 24.08.2017 3) faz: Zwei Millionen Kinder auf der Flucht; 08.05.2017 4) 20 Millionen Menschen droht laut UN der Hungertod; Artikel vom 11.03.2017 5) UNO-Flüchtlingshilfe: Gewalt und Hunger zwingen immer mehr Menschen zur Flucht; nicht mehr verfügbar 6) faz: „Die Waffenlieferungen müssen gestoppt werden“; Artikel vom 09.07.2017

Die Gewalt im südsudanischen Raum wird mit Waffen ausgeführt, die jedoch nicht vor Ort produziert, sondern unter anderem in westlichen Industriestaaten wie den USA gekauft werden. Der Großteil der importierten Waffen stammt aus der Ukraine, kleinere Mengen stammen aus Ägypten und Israel. Aber auch die Bundesrepublik Deutschland ist in die Lieferung von Rüstungsgütern involviert. Offenbar wurden Lastkraftwagen aus Beständen der Bundeswehr, die über das Verwertungsunternehmen des Bundes (VEBEG) an die Niederlande verkauft wurden, in den Südsudan geliefert.  Schuhmann führt auch an, dass die Bundesrepublik sich durch Nicht-Handeln mitverantwortlich für die blutige Eskalation im Südsudan mache. 7) faz: „Die Waffenlieferungen müssen gestoppt werden“; Artikel vom 09.07.2017 8) Bundesministerium für Wirtschaft und Energie: Schriftliche Fragen an die Bundesregierung im Monat Juni 2015 Frage Nr.98; Bericht 23.06.2015

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Fußnoten und Quellen:   [ + ]

Malina Mekhail

Ich heiße Malina, bin 23 Jahre alt und studiere Politikwissenschaften und Soziologie in München.

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