Seiten
Kategorien

Was noch kommt: Bevorstehende Hungersnöte 2017

-

Women search for scraps of grain to eat in ant hills, Azoza village, Chad  Bild: © Oxfam International [CC BY-NC-ND 2.0]  - Flickr

Bild: © Oxfam International [CC BY-NC-ND 2.0] - Flickr

Was noch kommt: Bevorstehende Hungersnöte 2017

Das Famine Early Warning Systems Network (FEWS NET) warnt vor vier potentiellen Hungersnöten im Jahr 2017. In Nigeria, Süd-Sudan, Somalia und Jemen ist die Lage sehr ernst. 1) FEWS NET: Emergency food assistance needs unprecedented as Famine threatens four countries; Artikel vom 25.01.17

Das FEWS NET besteht seit 1985 und wurde von der US Agency for International Development (USAID) nach verheerenden Hungersnöten in Afrika, wie zum Beispiel in Äthiopien, gegründet. Es analysiert Länder mit Lebensmittelknappheiten und warnt vor bevorstehenden Hungersnöten und humanitären Katastrophen. 2) FEWS NET: About Us; Stand vom 29.01.17

Laut UN-Angaben sind 75.000 Kinder in akuter Lebensgefahr. Peter Lundberg, der Menschenrechtsbeauftragter der UN, sagte dazu, dass 400.000 Kinder zur Zeit von Hunger bedroht sind und ein Fünftel dieser Kinder in den kommenden Monaten sterben werden, wenn ihnen nicht geholfen wird. 3) PressTV News Videos: UN warns of famine in northeast Nigeria; Video vom 16.11.16

Gründe für die dramatische Lage sind anhaltende Konflikte, extreme Dürre und Trockenheit, ausgelöst durch den Klimawandel und das infolgedessen stärker ausfallende Wetterphänomen El Niño, und ökonomische Instabilität. So leidet beispielsweise Nigeria noch immer unter dem Terror und der Brutalität der Boku Haram, die seit 2011 für Instabilität im Land führt. Hunderttausende Menschen sind in die Nachbarländer geflohen und es soll weit über 2 Millionen Binnenflüchtlinge geben. 4) UNO-Flüchtlingshilfe: Nothilfe Nigeria: Bitte spenden Sie für Flüchtlinge; Stand von 30.01.17 Dazu verfügen die meisten der von Lebensmittelknappheit betroffenen Länder nur über eingeschränkte wirtschaftliche Möglichkeiten und große Teile der Bevölkerung nur über einen unzureichenden Lebensunterhalt. Die FEWS NET prognostiziert für 2017 nun auf Basis dieser Beobachtungen, dass 70 Mio. Menschen in 45 Ländern auf Hilfslieferungen angewiesen sein werden. 5) Premium Times: Nigeria: Three countries may face famine; Artikel vom 26.01.17

Die Industriestaaten stehen nun in der moralischen Verantwortung, auch da sie eine Mitverantwortung für den Ausbruch von Dürren und politischen Konflikten haben, die betroffenen Ländern zu unterstützen und es nicht zu einer Hungersnot kommen zu lassen bzw. ihnen bei der Bewältigung einer bevorstehenden humanitären Katastrophe zur Seite stehen. Weiterhin müssen von Konflikt betroffene Länder bei der Lösung dieser unterstützt werden. Auch darf es nicht bei Hilfslieferungen und Bereitstellen von finanziellen Mitteln bleiben. In den betroffenen Ländern müssen langfristige Strukturen aufgebaut werden, die die Länder von der Abhängigkeit nach Hilfslieferungen und Spenden befreien und sie eigenständig Krisen bewältigen lassen.

Beitrag teilen und unterstützen! (Bisher 1 Mal geteilt)

Fußnoten und Quellen:   [ + ]

Johannes / earthlink

Ich studiere derzeit Politikwissenschaft und Soziologie an der LMU in München. Bei Earthlink möchte ich Informationen zu Themen verbreiten, die sonst kaum oder nicht beachtet werden.

Keine Kommentare

Einen Kommentar schreiben

Ausführlicher Hinweis zum Datenschutz
[contentblock id=datenschutz]

Diesen Hinweis schließen

Jetzt den earthlink-Newsletter abonnieren:



Das Formular
wird geladen -
bitte einen Moment ...
PGlmcmFtZSBmcmFtZWJvcmRlcj0iMCIgYm9yZGVyPSIwIiBzdHlsZT0iYm9yZGVyOm5vbmU7IiBjbGFzcz0iYXV0b0hlaWdodCIgc3JjPSJodHRwOi8vd3d3LmVhcnRobGluay5kZS8/d3BtbG1ldGhvZD1vZmZzaXRlJmlmcmFtZT0xJmxpc3Q9MSIgaGVpZ2h0PSI0MDAiPg0KCTxwPkRhcyBGb3JtdWxhciBsw6RkIC0gYml0dGUgZWluZW4gTW9tZW50IHdhcnRlbiAuLi48L3A+DQo8L2lmcmFtZT4=
Ihre Daten behalten wir für uns!
Unsere Datenschutzerklärung
Auf welchem Weg möchten Sie uns unterstützen?

Liebe Leserinnen und Leser:

Verzeihen Sie bitte die Störung. Heute bitten wir Sie um Ihre Unterstützung. Unsere Kampagne "Fluchtgrund" erfährt großen Zuspruch und viel Lob für die umfangreichen und fundierten Informationen, die wir auf dieser Website bieten. Die Informationen werden genutzt von Interessierten, die sich objektiv über die Gründe informieren möchten, die Menschen dazu bringen ihre angestammte Heimat zu verlassen, von Schülerinnen und Schülern um Referate vorzubereiten, aber auch von Journalistinnen und Journalisten auf der Suche nach detaillierten Hintergrundinformationen. Aber nur ein Bruchteil der Nutzer spendet.

Trotzdem ein großer Teil der Arbeit durch Ehrenamtliche erbracht wird, kostet die Kampagne auch Geld. Hier sind wir auf Ihre Spende angewiesen! Wenn alle, die dies lesen, einen kleinen Beitrag leisten, hätten wir in einem Monat das Geld zusammen, das wir für ein Jahr benötigen. Schon der Preis einer Tasse Kaffee würde genügen. Es ist leicht, diese Nachricht nicht zu beachten und die meisten werden das wohl tun.

Wenn Sie diese Website nützlich finden, nehmen Sie sich jetzt bitte eine Minute Zeit und geben Sie mit Ihrer Spende etwas zurück. Herzlichen Dank!

SPENDENKONTO: earthlink e.V., IBAN: DE66 7002 0500 0008 8885 00, BIC: BFSWDE33MUE - Was passiert mit meiner Spende?

Auf welchem Weg möchten Sie uns unterstützen?

Sie können uns Ihre Spende online per PayPal zukommen lassen. Wenn Sie noch kein PayPal-Konto haben, können Sie hier auch mit Kreditkarte spenden.

SPENDENKONTO: earthlink e.V., IBAN: DE66 7002 0500 0008 8885 00, BIC: BFSWDE33MUE - Was passiert mit meiner Spende?

Auf welchem Weg möchten Sie uns unterstützen?

Herzlichen Dank für Ihre Spendenbereitschaft!

Ihre Spende können Sie gerne auf unser Spendenkonto überweisen oder einzahlen:

[contentblock id=spendenkonto]

SPENDENKONTO: earthlink e.V., IBAN: DE66 7002 0500 0008 8885 00, BIC: BFSWDE33MUE - Was passiert mit meiner Spende?